Examensarbeit mit Microsoft Word 97

Schritt 1: Erstellen Sie für Ihre Examensarbeit eine Dokumentvorlage

Schritt 2: Beginnen Sie Ihre Arbeit mit einer Gliederung

Schritt 3: Erstellen Sie aus der Gliederung ein Zentraldokument

Schritt 4: Überlegen Sie sich eine Strategie zur Sicherung Ihrer Examensarbeit

Schritt 5: Verwenden Sie eine automatische Nummerierung für Ihre Bildunterschriften und Tabellenüberschriften

Schritt 6: So fügen Sie Querverweise richtig ein

Schritt 7: Nummerierungen und Querverweise aktualisieren

Schritt 8: Kapitel übergreifende Querverweise einfügen

Schritt 9: Tabellenkopf für lange Tabellen wiederholen

Schritt 10: Breite Tabellen im Querformat auf der Seite eingefügt werden

Schritt 11: Mathematische Formeln in Microsoft Word verwenden

Schritt 12: Harvard-System zum Belegen von Quellen

Schritt 13: Nur Quellen, für die es Kurzbelege im Text gibt, gehören in ein Literaturverzeichnis

Schritt 14: Inhaltsverzeichnis erstellen

Schritt 15: Beim Ausdruck zu beachten!

Hinweis:Diese Informationen und weiteres finden Sie auf folgenden Microsoft-Seiten:

 

(Kommentar: die Beschreibung bezieht sich auf MS Word 97, in neuen Versionen sind einige Änderungen erforderlich. Vom Grundprinzip her sind diese Tipps gut anzuwenden.)

15 Schritte zum erfolgreichen Schreiben einer Examensarbeit mit Microsoft Word 97

zusammengefaßt von Dr. Natascha Nicol und Ralf Albrecht,

Autoren des Buchs "Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit WinWord 97"

(Addison Wesley Longman Verlag, Bonn; ISBN 3-89319-981-0)

Allgemeine Informationen zu Microsoft Word 97 finden Sie unter: http://www.microsoft.com/germany/office/word/

 

Die folgenden 15 Schritte zum Schreiben einer Examensarbeit wurden dem oben genannten Buch entnommen. Das Buch selbst bietet eine ausführlichere Anleitung zum Erstellen Ihrer Examensarbeit sowie Tips, um das Schreiben einer solchen Arbeit zu vereinfachen.

 

 

Schritt 1: Erstellen Sie für Ihre Examensarbeit eine Dokumentvorlage Top

Da fast jede Examensarbeit bis zur Abgabe mehrfach umgestellt und umformatiert wird, sollte man von Anfang an mit einer Dokumentvorlage arbeiten, in der alle wesentlichen Formatierungen vordefiniert sind.

In einer Dokumentvorlage lassen sich eine beliebige Anzahl von Formatvorlagen ablegen, mit deren Hilfe Sie mit einem Handgriff ganze Absätze formatieren können. Der wesentliche Vorteil liegt darin, daß eine sich Änderung an der Dokumentvorlage bzw. den darin enthaltenen Formatvorlagen auf die gesamte Examensarbeit auswirkt.

Haben Sie dagegen alle Formatierungen direkt im Text vereinbart, ist eine nachträgliche Änderung sehr aufwendig, denn nun müssen alle Stellen mit der falschen Formatierung gefunden und geändert werden. Außerdem erreichen Sie mit einer Dokumentvorlage, daß alle Textstellen mit gleicher Formatierung auch gleich aussehen und Sie nicht Ihre Formatierung von Seite zu Seite wechseln.

Zum Erstellen einer Dokumentvorlage gehen Sie folgendermaßen vor:

 

Schritt 2: Beginnen Sie Ihre Arbeit mit einer Gliederung Top

Beginnen Sie mit dem Schreiben Ihrer Arbeit, indem Sie eine Grob- und Feingliederung erstellen.

 

Schritt 3: Erstellen Sie aus der Gliederung ein Zentraldokument Top

Zeigen Sie Ihre Gliederung als Zentraldokument an.

Die einzelnen Filialdokumente lassen sich im folgenden unabhängig vom Zentraldokument bearbeiten. Verwenden Sie das Zentraldokument immer dann, wenn Sie die Nummerierung aktualisieren oder mit korrekter Nummerierung drucken wollen, oder um Kapitel übergreifende Querverweise einzufügen.

 

Schritt 4: Überlegen Sie sich eine Strategie zur Sicherung Ihrer Examensarbeit Top

Vertrauensselige glauben an ihren PC. Er ist noch nie abgestürzt, mit ihm gab es noch nie Probleme. Wozu also sollen Datensicherungen gut sein, es ist doch alles auf der Festplatte gespeichert!

Faule haben bereits bei Kommilitone gehört, dass es manchmal Probleme mit dem PC geben kann. Aus diesem Grunde kopieren sie ab und zu ihre Dateien auf eine Diskette.

Vorsichtige wissen, dass es bisweilen Probleme mit Hard- und Software gibt. Ihnen ist aber auch bewusst, dass Disketten kaputt gehen können. Daher ist ihnen eine Diskette nicht sicher genug. Sie haben drei Diskettensätze und speichern die Dateien wechselweise auf die Diskettensätze A, B und C.

Profis, die täglich mit dem PC arbeiten, haben sich Sicherungsstrategien mit festem Ritual überlegt. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit, Diskettensätze für jeden einzelnen Tag zu erstellen. Die Disketten werden mit den Wochentagen beschriftet, und an jedem Tag wird nach der Arbeit - soviel Zeit muss täglich eingeplant werden - eine Sicherungsversion auf den Disketten des aktuellen Tages gespeichert.

 

 

Schritt 5: Verwenden Sie eine automatische Nummerierung für Ihre Bildunterschriften und Tabellenüberschriften Top

Nummerieren Sie niemals die Bilder und Tabellen Ihrer Examensarbeit mit der Hand, denn dazu gibt es entsprechende Microsoft Word-Funktionen. Allerdings tut die Nummerierungsfunktion EINFÜGEN Beschriftung für Bilder, Tabellen u. ä. in der aktuellen Microsoft Word 97-Version nicht immer das, was von ihr verlangt wird. Soll in der Nummerierung Ihrer Tabellen die Kapitelnummer mit einbezogen werden, also die fünfte Tabelle in Kapitel 3 als Tabelle 3.5 bezeichnet werden, werden Sie das Problem haben, dass Microsoft Word nach jeder beliebigen Überschrift innerhalb des Kapitels wieder bei 3.1 zu zählen anfängt. Der Nummerierungsfunktion, die Sie über EINFÜGEN Beschriftung in Ihren Text einfügen können, wurde versehentlich von Microsoft ein falscher Parameter mitgegeben. Eigentlich sollte die Feldfunktion für eine Nummerierung unter Einbeziehung der Kapitelnummer { FVREF 1 }.{SEQ Tabelle } heißen (Die Darstellung der Feldfunktionen erhalten Sie mit Alt+F9). Die erste Feldfunktion wird durch die Nummer der aktuellen Überschrift der ersten Gliederungsebene ersetzt. Die zweite Feldfunktion beginnt bei Eins zu zählen und zählt für jede Feldfunktion, die den Parameter Tabelle enthält, um Eins hoch. Die Funktion, die durch den Befehl EINFÜGEN Beschriftung eingefügt wird, lautet jedoch { FVREF 1 \s }.{ SEQ Tabelle \s 1 }. Hierbei wird in der ersten Feldfunktion zwar ein nicht in der "Hilfe" von Microsoft Word dokumentierter Parameter \s verwendet. Der Parameter erfüllt jedoch seine Aufgabe und stellt nur die Nummer der Überschrift dar. Allerdings lässt der Parameter der zweiten Feldfunktion eine Nummerierung nach jeder Überschrift wieder bei Eins beginnen. Das ist zwar nach einem Wechsel der ersten Gliederungsebene erwünscht, aber nicht nach jeder beliebigen Überschrift mit einer der Gliederungsebenen Überschrift 2 bis Überschrift 9.

Fügen Sie daher die richtigen Feldfunktionen selbst ein, oder verwenden Sie den unserem Buch beigelegten Makro zur Nummerierung Ihrer Bilder und Tabellen. --> Prüfen bei Word 2000 / XP

 

 

Schritt 6: So fügen Sie Querverweise richtig ein Top

Lassen Sie Microsoft Word Ihre Querverweise auf Bild-, Tabellen- oder Kapitelnummern verwalten. So können Sie sicher sein, dass diese nach einer Aktualisierung immer korrekt sind. Haben Sie hingegen Querverweise mit der Hand eingegeben, müssen Sie nach jeder Textumstellung alle Querverweise im Text suchen und anpassen.

 

 

Schritt 7: Nummerierungen und Querverweise aktualisieren Top

Sowohl Nummerierungen als auch Querverweise werden als Feldfunktionen in Ihrem Microsoft Word-Text realisiert.

 

 

Schritt 8: Kapitel übergreifende Querverweise einfügen Top

Benötigen Sie Kapitel übergreifende Querverweise, öffnen Sie das Zentraldokument Ihrer Arbeit und fügen wie zuvor beschrieben den Querverweis ein.

 

 

Schritt 9: Tabellenkopf für lange Tabellen wiederholen Top

Sind Tabellen so lang, dass sie über die Seitengrenze hinaus gehen, besteht die Möglichkeit, den Tabellenkopf auf der nächsten Seite zu wiederholen, damit die Tabelle auf der zweiten Seite leichter lesbar wird.

 

 

Schritt 10: Breite Tabellen im Querformat auf der Seite eingefügt werden Top

Arbeiten Sie mit sehr breiten Tabellen, ist es oft vorteilhaft, diese im Querformat einzufügen.

Soll die Kopfzeile auf dieser Seite weiterhin im Hochformat erscheinen, besteht die Möglichkeit, ein Textfeld zu definieren, in dem die Feldfunktionen für die Kopfzeile eingefügt werden. Das Textfeld muss dann richtig positioniert und für den Text des Textfeldes die Textausrichtung entsprechend geändert werden.

 

 

Schritt 11: Mathematische Formeln in Microsoft Word verwenden Top

Möchten Sie auch Formeln automatisch nummerieren lassen, können Sie die in Schritt 5 dargestellte Feldfunktion mit dem Parameter Gleichung anstelle von Tabelle verwenden. Setzen Sie alternativ den Makro auf der CD-ROM zum Buch ein.

Dieser Makro löst auch ein Problem, das beim Verweisen auf eine Formelnummer entsteht. Formeln werden in der Regel durch eine rechtsbündig formatierte Nummer in der gleichen Zeile bezeichnet. Ein Querverweis auf eine Formelnummer fasst jedoch alles, was links von der Nummer steht, als Beschriftung auf und fügt diese bei einem Querverweis unweigerlich mit ein. Sollten Sie also in Ihrer Arbeit auf eine Formelnummer verweisen wollen und verwenden dazu die Querverweisfunktion, erhalten Sie im Text nicht nur die Formelnummer, sondern auch die dazugehörige Formel.

Dies können Sie vermeiden, wenn Sie eine zweispaltige Microsoft Word-Tabelle einfügen. Links in die Spalte schreiben Sie die Formel selbst, rechts die Feldfunktion für die Nummer der Formel. Damit können Sie funktionierende Querverweise auf Formelnummern einfügen. Der Makro erstellt automatisch eine solche Tabelle, fügt die Feldfunktionen für die Nummerierung ein und lässt Sie auswählen, ob Ihre Formel linksbündig oder zentriert in der Zeile eingefügt werden soll.

 

 

Schritt 12: Harvard-System zum Belegen von Quellen Top

Für verwendete Zitate muss eine Quelle im Text Ihrer Arbeit angegeben werden. Dies geschieht in der Regel im Text mit Hilfe eines Kurzbelegs, der auf eine ausführliche Quellenangabe im Literaturverzeichnis verweist.

Sehr oft werden im Text als Kurzbeleg der Nachname des Autors, das Erscheinungsjahr der zitierten Quelle und gegebenenfalls die Seitenzahl der zitierten Textstelle in runden Klammern eingesetzt, wie in: (Holm, 1996, S. 23). Diese Form des Kurzbelegs wird auch oft als "Harvard-System" bezeichnet.

 

 

Schritt 13: Nur Quellen, für die es Kurzbelege im Text gibt, gehören in ein Literaturverzeichnis Top

Wie können Sie im Nachhinein feststellen, ob es für jede im Literaturverzeichnis verwendete Quelle auch wirklich einen Kurzbeleg in Ihrer Arbeit gibt? Entweder Sie setzen sich hin, lesen Ihre Arbeit und haken jede Quelle im Literaturverzeichnis ab, oder Sie verwenden unseren Makro, der Ihnen in einer Tabelle aufführt, welche Quelle wo in Ihrer Arbeit verwendet wird und auf welche nirgendwo verwiesen wird.

 

 

Schritt 14: Inhaltsverzeichnis erstellen Top

 

 

Schritt 15: Beim Ausdruck zu beachten! Top

Kontrollieren Sie vor dem Ausdruck noch einmal Rechtschreibung und die Trennungen in Ihrem Dokument. Drucken Sie Ihre Arbeit aus dem Zentraldokument heraus, damit Nummerierungen und Querverweise aktualisiert werden. Bei Bedarf aktualisieren Sie das gesamte Dokument mit Strg+A und F9. Achten Sie darauf, dass keine Trennungen über Seitengrenzen hinweg erfolgen.

 

Hinweis:Diese Informationen und weiteres finden Sie auf folgenden Microsoft-Seiten:

http://www.microsoft.com/germany/bildung/

http://www.microsoft.com/germany/forschunglehre/studenten/examen/default.htm

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